Fachinformation
14.10.2026 Region Unterfranken, Migration und Flucht, Bürgerschaftliches Engagement

Unterfränkischer Integrationspreis für das SymPat-Projekt des Paritätischen in Aschaffenburg

Photo: Regierung Unterfranken

Am 9. Oktober bekam der Jugendmigrationsdienst Aschaffenburg in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Bezirksverband Unterfranken, den 2. Preis des Unterfränkischen Integrationspreises verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde bei der Regierung von Unterfranken in Würzburg überreichten der Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, Sandro Kirchner und die unterfränkische Regierungspräsidentin Susanne Weizendörfer den Preis und einen symbolischen Scheck in Höhe von 2000 Euro an die Geschäftsführerin des Paritätischen in Unterfranken, Kathrin Speck, den Leiter der Dienststelle Aschaffenburg, Bernd Noack und die ehrenamtliche SymPat-Koordinatorin Alena Zeitler.

In SymPat unterstützen ehrenamtliche Pat*innen junge zugewanderte Menschen aus Aschaffenburg in unterschiedlichen Schulformen/ Ausbildungen bei der Überwindung schulischer Schwächen. SymPat wird seit dem Jahr 2011 durch die hauptamtliche Beratungsstelle des Jugendmigrationsdienstes (JMD) durchgeführt.

Die Chancen der Mentees auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt steigen durch ein besseres deutsches Sprachniveau und qualifizierte Schul- und Berufsabschlüsse. Nur so haben sie später ein verlässliches Ein- und Auskommen und erbringen auch einen höheren Beitrag zum Steuer- und Sozialsystem des Landes.

SymPat ist ein erfolgreiches Modell, was der Bildungs- und Berufsaufstieg der jungen Menschen aus dem Projekt zeigt. Hier findet kleinteilige, zeitintensive und mitmenschliche Integrationsarbeit statt, wie sie gesamtgesellschaftlich wünschenswert ist. Die meisten Ehrenamtlichen helfen seit mehreren Jahren immer neuen Jugendlichen. Sie übernehmen dabei eine wichtige Rolle als Brückenbauer zwischen unserer Aufnahmegesellschaft und den jungen Zuwanderern.

Stetige Meldungen neuer Pat*innen, erfolgreiche Übergänge der Mentees in höhere Schulformen bzw. Ausbildungsstellen und das konsequente Festhalten der Mitarbeitenden der Dienststelle Aschaffenburg an diesem Integrationsprojekt zeichnen SymPat seit 15 Jahren aus.

Das Projekt erhält seit Beginn eine Grundfinanzierung durch die Stadt Aschaffenburg. Im Herbst 2025 wurde SymPat bereits zum zweiten Mal nach 2013 mit dem Integrationspreis der Stadt Aschaffenburg ausgezeichnet.

Jedoch gibt es aktuell trotz der großen Freude über die Wertschätzung, die mit der Preisverleihung verbunden ist, erneute Sorgen bei den Projektverantwortlichen, denn ein Teil der bisherigen Finanzierung über das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ bricht durch dessen komplette Einstellung im Jahr 2027 weg.

SymPat in Zahlen für die Jahre 2016–2026:

  • 69 Patenschaften, diese ergeben:
    • 1128 Monaten Gesamtengagement aller seit Januar 2016 beteiligten Pat*innen
    • Anzahl der Pat*innen= 51. Ein/e Pat*in kann zugleich mehrere Mentees in verschiedenen Tandems begleiten oder hilft nacheinander mehreren Mentees.
    • Anzahl der Mentees= 65. Auch ein Mentee kann zwei Paten für mehrere Fächer oder nacheinander unterschiedliche Pat*innen haben.

Es ist ein großer Wunsch der Projektverantwortlichen, dass SymPat weiterhin mit einer gesicherten Finanzierung durchgeführt werden kann, denn der Bedarf an Förderung von talentierten und bemühten Jugendlichen mit jüngerer Zuwanderungsgeschichte ist nach wie vor hoch.

Region Unterfranken, Migration und Flucht, Bürgerschaftliches Engagement

Verantwortlich:
Kathrin Speck, BV Unterfranken, Geschäftsführung